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Ziele

 

Zielgruppe von JMED sind Medizinethiker*innen in frühen und mittleren Karrierephasen (fortgeschrittene Promovierende und Post-Docs), die im interdisziplinären Bereich der Ethik im Gesundheitswesen tätig sind. Ziel des Netzwerkes ist es, einen geschützten Raum zu bieten für Austausch, Vernetzung und Weiterbildung auf Augenhöhe. Um einen solchen geschützten Raum unter Peers zu ermöglichen, legen wir Wert auf gegenseitiges Vertrauen, Berücksichtigung von Vulnerabilitäten und einen transparenten Umgang mit Hierarchien. Wir sind ein offenes Netzwerk und heißen alle willkommen, die sich als Teil der Zielgruppe aktiv beteiligen möchten.

Vernetzen

Das „Netzwerk Junge Medizinethik“ möchte den Wissenschaftler*innen im Bereich der Medizinethik in frühen und mittleren Karrierephasen die Möglichkeit geben, sich fachlich und beruflich auszutauschen. Hierbei wollen wir uns nicht nur über die Chancen der fachlichen Weiterqualifikation, Drittmitteleinwerbung oder unterschiedliche Karrierewege informieren. Unsere Treffen wollen wir auch dazu nutzen, Ideen für Forschung und Lehre vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Erklärtes Ziel ist es, neue Kooperationen im Bereich der medizinethischen Forschung und Lehre zwischen Wissenschaftler*innen des Netzwerkes anzustoßen.

 

Geplant sind jährlich zwei Treffen, die jeweils an wechselnden Orten stattfinden.

Zum einen findet angedockt an die Jahrestagungen der AEM ein offenes Netzwerktreffen statt. Dieses offene Format eignet sich insbesondere für Neuzugänge in der Medizinethik, die einen Einblick in die Arbeit des Netzwerkes und die Nachwuchsforschung in der Medizinethik gewinnen wollen. 

Zum anderen findet jeweils im Frühjahr ein ca. zweitägiges Treffen an wechselnden Veranstaltungsorten statt. Dieses Treffen bietet den Wissenschaftler*innen in frühen und mittleren Karrierephasen eine Weiterbildung zu unterschiedlichen Themen, insbesondere zur (methodischen und fachlichen) Interdisziplinarität in der Medizinethik, zu Fragen und Strategien der Projektentwicklung („Wie komme ich von der Idee zum Projekt?“), zur Antragstellung (z.B. in Form von Antragswerkstätten), oder zu beruflichen Chancen und Herausforderungen für den Wissenschaftler*innen in frühen und mittleren Karrierephasen in der Medizinethik.

Weiterbilden

Als Forschende verstehen wir uns immer auch als Lernende: Neugierde, Begeisterung für medizinethische Fragestellungen sowie unser eigener Anspruch, gewissenhaft wissenschaftlich zu arbeiten, motivieren uns, uns stetig weiterzubilden. Neben ethischen Themen und wissenschaftlichen Methoden müssen sich Wissenschaftler*innen in früheren und mittleren Karrierephasen auch Fähigkeiten für Projektorganisation, Lehre und Personalführung aneignen. Um dieser Fülle an Aufgaben gerecht zu werden, hilft es, sich zusammenzuschließen und von den Erfahrungen der anderen zu lernen.

Gemeinsames Lernen bringt auch unterschiedliche Perspektiven zusammen. Erfahrungen aus der Promotions- und Postdoc-Phase, aber auch Sichtweisen aus den verschiedenen Disziplinen, etwa aus der Philosophie und Medizin, können fruchtbar miteinander verknüpft werden. Wir möchten einen geschützten Raum bieten, um sowohl miteinander als auch voneinander zu lernen und eigene Projekte und Ideen zu entwickeln.

Um unsere Weiterbildung in einen professionellen Rahmen zu betten, beraten uns regelmäßig Expert*innen und Trainer*innen, etwa mit Blick auf das Erstellen von Anträgen oder bezüglich des wissenschaftlichen Publizierens.

Beruf

Der Beruf der Medizinethiker*in ist spannend und abwechslungsreich, bringt aber auch große Herausforderungen mit sich. Die Fähigkeit zum interdisziplinären Arbeiten gilt dabei als Grundvoraussetzung. Als Medizinethiker*in wendet man die Fachkompetenzen einer geistes- oder sozialwissenschaftlichen Disziplin auf die ethischen Fragen an, die sich in der Medizin und im Gesundheitswesen ergeben. Nur wenige bringen eine Doppelqualifikation mit. Daher heißt es für die meisten Medizinethiker*innen, sich medizinische Grundkenntnisse anzueignen, die Eigenheiten der klinischen Praxis nachzuvollziehen und die komplexen Zusammenhänge des Gesundheitssystems verstehen zu können. Ein ständiger Austausch – im besten Falle eine Kooperation mit Kliniker*innen, Pflegenden und anderen Akteuren im medizinischen Bereich – ist daher unabdingbar.

 

Eine weitere Herausforderung besteht in den prekären Arbeitsverhältnissen, die der akademische Mittelbau mit sich bringt. Planstellen sind rar, und so müssen auch wir regelmäßig Fördermittel einwerben. Durch die starke Interdisziplinarität gibt es für unser Fach jedoch einige Besonderheiten in der nationalen und internationalen Förderlandschaft.

 

Das Netzwerk Junge Medizinethik bietet Wissenschaftler*innen in frühen und mittleren Karrierephasen in der Medizinethik die Möglichkeit, sich gemeinsam fit für diese Herausforderungen zu machen. Durch periodisch stattfindende Workshops sollen Fähigkeiten geschärft und Erfahrungen ausgetauscht werden. Zudem können durch den Austausch im Rahmen des Forums Ideen entwickelt und Kooperationen angestoßen werden. Dahinter steht der Gedanke, dass wir den prekären Bedingungen und beruflichen Herausforderungen, die uns alle betreffen, am besten gemeinsam begegnen.

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